"Hiob ist mehr als Roman und Legende, eine reine, eine vollkommene Dichtung, die alles zu überdauern bestimmt ist, was wir, seine Zeitgenossen geschaffen und geschrieben. An Geschlossenheit des Aufbaus, an Tiefe der Empfindung, an Reinheit, an Musikalität der Sprache kaum zu übertreffen."
(Schriftsteller Stefan Zweig, 1881-1942)

Joseph Roths "Hiob" erschien 1930, wenige Jahre, bevor die Zerstörung der darin dargestellten Welt begann. Schon im Titel klingt das dramatische Thema an: die alttestamentarische Geschichte von Hiob, den von Gott geprüften Dulder. Im Roman ist es Mendel Singer, der in Ostgalizien ein bescheidenes Dasein als Dorfschullehrer fristet, bis ihn Schicksalsschlag auf Schicksalsschlag trifft.

Die ergreifende Geschichte eines einfachen Juden und seiner Familie, und zugleich die Geschichte eines Volkes und einer untergehenden Epoche: Mendel Singer, Vater von vier Kindern, weiß sich Anfang des vergangenen Jahrhunderts keinen anderen Rat, als seine ostgalizische Heimat zu verlassen und den weiten Weg nach Amerika anzutreten. Dort, so hofft er, wird er ein Auskommen finden und eine bessere Zukunft für sich und die Seinen. Doch was vielversprechend beginnt, nimmt schon bald einen heillosen Verlauf.

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um eine Sonderausgabe aus dem Verlag Kiepenheuer & Witsch.

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